Harter Kampf wird nicht belohnt: FCF verliert nach langer Unterzahl
Der FC Frauenfeld agiert gegen Leader Seefeld über eine Stunde dezimiert. Kurz vor Schluss kommt dennoch Hoffnung auf einen Punktgewinn auf – doch der FCF unterliegt mit 2:3.
Das umkämpfte Spiel geht für den FC Frauenfeld knapp verloren. Bild: Markus Bauer
Der FC Frauenfeld agiert gegen Leader Seefeld über eine Stunde dezimiert. Kurz vor Schluss kommt dennoch Hoffnung auf einen Punktgewinn auf – doch der FCF unterliegt mit 2:3.
Fussball Frauenfeld gegen Seefeld ist auf der Kleinen Allmend das Duell zwischen dem formsuchenden Kellerkind und dem ungeschlagenen Ligakrösus. Der Tabellenführer aus Zürich reist ohne Niederlage auf die Kleine Allmend, der FCF hat dagegen die bittere Last-Minute-Niederlage in Altstätten im Rücken. Und doch gerät ein Frauenfelder Punktgewinn in der Nachspielzeit in den Bereich des Möglichen.
Der eingewechselte Leon Azizi bringt den FCF kurz vor Schluss mit dem 2:3-Anschlusstor nochmals heran. Doch es reicht nicht mehr für einen Lucky Punch. Seefeld gewinnt, auch weil die Frauenfelder Kräfte aufgebraucht sind – aus gutem Grund. Denn der FCF spielt 68 Minuten lang in Unterzahl, weil Ardian Imeri zwischen den Minuten 19 und 22 zweimal Gelb sieht. Zu diesem Zeitpunkt steht es bereits 1:0 für Seefeld, nach einer dominanten Startphase der Gäste.
Doch die Rote Karte gegen den FCF bremst die Offensivambitionen Seefelds. Und weil sie auf der Gegenseite die Frauenfelder Kampfbereitschaft erweckt, findet der FCF in Unterzahl tatsächlich ins Spiel. Nach einer halben Stunde zieht ein Frauenfelder allein auf den Seefeld-Goalie los und verpasst um Haaresbreite den Ausgleich.
Selbst nach dem 2:0 der Zürcher durch einen sehenswerten Weitschuss in der 41. Minute beeindrucken die Frauenfelder Stehaufmännchen. Marsello Benic setzt kurz vor der Pause mit seinem Treffer von der Mittellinie in Sachen Spektakel noch einen obendrauf.
Nach der Pause dauert es dann nur vier Minuten, bis ein Kopfballtor Seefelds dazu führt, dass die Partie lange entschieden scheint. Doch weil die Zürcher in der Folge das Tempo drosseln – und FCF-Goalie Boris Steiner mehrere Glanzparaden zeigt – bleibt die Tür offen für ein mögliches Comeback, das Azizi in der 90. Minute mit seinem Tor einzuleiten versucht. Es soll dann aber nicht sein.
Der Wille stimmt an diesem Samstagnachmittag, doch die schlussendlich knappe Niederlage muss sich der FCF selbst ankreiden: Die wegweisende Rote Karte ist unnötig. Allerdings muss auch hervorgehoben werden, dass Seefeld schon zuvor auf gutem Weg ist, die eigene Siegesserie fortzusetzen. Schlussendlich ist der Zürcher 3:2-Erfolg verdient.
Für den FCF heisst es: Dranbleiben. Immerhin verpasst es im Strichkampf auch die Konkurrenz, gross zu punkten. Am kommenden Sonntag geht es für Frauenfeld nach Stäfa: Der Mitaufsteiger spielt in der Tabelle vorne mit, kommt gegen Schlusslicht Seuzach aber nicht über ein 3:3 hinaus. Das zeigt: Auch nächste Woche liegt für den FCF alles drin.
pd
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