Chancenwucher und gerechtes Unentschieden
Zu Gast beim FC Seuzach spielt der FC Frauenfeld 2:2-unentschieden. Es wären für beide Teams deutlich mehr Tore möglich gewesen.
Der FC Frauenfeld spielt gegen Seuzach 2:2. Bild: Mario Jakobcin
Zu Gast beim FC Seuzach spielt der FC Frauenfeld 2:2-unentschieden. Es wären für beide Teams deutlich mehr Tore möglich gewesen.
Fussball Wenn nach einem Remis beide Mannschaften den verpassten Chancen auf den Sieg nachtrauern, ist es wohl ein verdientes Unentschieden. Genau das ist beim 2:2 des FC Frauenfeld beim FC Seuzach der Fall.
Der FCF müsste in den Schlussminuten zweimal den dritten Treffer machen. In beiden Fällen reagiert der Seuzach-Goalie überragend. Seine Mannschaft hatte zuvor selbst diverse Tormöglichkeiten liegen gelassen, weil der erneut starke FCF-Torhüter Boris Steiner oder der Pfosten im Weg waren. Auch wenn die Punkteteilung somit angemessen ist, bleibt beim FCF zusätzlich ein fader Nachgeschmack. Zweimal verspielt er eine Führung.
In einer ausgeglichenen ersten Hälfte, in der keine Tore fallen, lassen beide Mannschaften ihre Chancen aus. Doch nach der Pause dauert es nur vier Minuten, bis Marsello Benic das Zuspiel von Elia Bartolomeo zum 1:0 verwertet. Daraufhin findet Seuzach besser ins Spiel und erzwingt in der 63. Minute das 1:1 nach einem schnellen Umschaltmoment. Und auch auf Janis Studers Einsendung für das Tor des Jahres – der FCF-Innenverteidiger trifft in der 72. Minute von der Mittellinie – finden die Gastgeber eine Antwort. Wieder ist es ein Ball in die Tiefe, der neun Minuten vor Schluss für das 2:2 sorgt.
Vier Tore gibt es auf dem Sportplatz Rolli zu sehen – und noch viele weitere wären möglich gewesen. Heisst einerseits: Der FCF schafft es endlich wieder einmal, offensive Gefahr auszustrahlen. Aber eben auch: Es sind immer noch defensive Unzulänglichkeiten auszumachen. Der FCF hatte sich gegen Seuzach, das aktuell ebenfalls in der unteren Tabellenregion angesiedelt ist, einen Sieg vorgenommen. Aber mit dem Unentschieden muss gelebt werden können. Denn so vermeidet Frauenfeld immerhin den möglich gewesenen Fall unter den Strich – und macht in der Tabelle sogar zwei Plätze gut.
Nun folgen zwei anspruchsvolle Heimspiele gegen Dardania St. Gallen und Weesen. Der FCF wird den nächsten Schritt machen müssen, um in diesen beiden Partien bestehen zu können.
red
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