Oliver Kessler und Mathias Rufer, die beiden Geschäftsführer und Inhaber der Echtholz GmbH in Weinfelden.
zVg
04.03.2026 00:00
Die Echtholz GmbH ist in Weinfelden angekommen
Der Name ist Programm bei der Weinfelder Firma Echtholz GmbH. Oliver Kessler und Mathias Rufer setzen mit ihrem Team auf soliden Werkstoff aus der Region. Für ihre Zimmerei und Schreinerei haben sie bei der Güttingersreuti nun den idealen Standort gefunden.
Mathias Rufer und Oliver Kessler verbindet ihre Freundschaft und ihre Leidenschaft, jene für den Werkstoff Holz. Deshalb haben sie sich vor über sechs Jahren zusammengetan und in Weinfelden ihre Firma Echtholz GmbH gegründet. Sie übernahmen den Betrieb von Marcel Preiss, bei dem sie zuvor viele Jahre angestellt waren. Fünf Jahre lang blieb die Echtholz GmbH an der Bachtobelstrasse, seit bald einem Jahr ist der Betrieb mit 17 Mitarbeitenden nun aber an der Deucherstrasse 46, gleich neben der Güttingersreuti, beheimatet. «Wir konnten hier die Liegenschaft der Schreinerei Keller-Rutishauser AG kaufen. Auch das Inventar, die Fahrzeuge und das Holz», sagt Mathias Rufer. «Die vier Mitarbeiter konnten wir übernehmen. Sie sind ein Gewinn für uns. Die Übernahme des Personals war auch Martin und Thomas Keller sehr wichtig für den Verkauf ihrer Liegenschaft.»
Für das Echtholz-Team brachte der Umzug an die Deucherstrasse im Osten von Weinfelden viele Vorteile. «Zuvor war es zwar ein schöner Ort, aber sehr umständlich. Wir mussten über die Strasse arbeiten, konnten auf dem Gelände am Hang kaum mit dem Stapler rangieren und waren räumlich eingeschränkt. Zudem waren wir da nur zur Miete und konnten keine grösseren Investitionen planen», sagt Mathias Rufer. «Nun haben wir viel mehr Platz und eine geeignete Infrastruktur.» Der neue Firmenstandort biete zudem Perspektiven, ergänzt Oliver Kesser: «Hier können wir uns entwickeln, die Anlagen unseren Bedürfnissen anpassen und unsere Abläufe optimieren.»
Arbeiten mit Holz aus der Region
Der Name ihrer Firma kommt nicht von ungefähr. Echtholz ist Mathias Rufer und Oliver Kessler wichtig. «Wir arbeiten viel lieber mit Echtholz, statt mit Spanplatten», sagt Mathias Rufer. «Uns ist auch die regionale Herkunft des Holzes wichtig und so arbeiten wir hauptsächlich mit Förstern und Sägereien hier im Thurgau zusammen.» Vom Kauf des Holzes über die Lagerung und das Sägen bis zur Verwendung können gut fünf Jahre vergehen. Zeit, die es braucht für ein Möbelstück, das später jahrzehntelang Freude bereitet. «Ein Grossteil der Kundschaft sind Privatkunden. Ihnen sind regionale Produkte und ökologische Aspekte wichtig.»
Die Produktepalette der Echtholz GmbH ist lang. «Bei den Schreinerarbeiten bieten wir alles, was es für den Innenausbau braucht», sagt Oliver Kessler – Möbel, Küchen, Treppen oder Türen aus Massivholz. «Wenn man also ein Möbel aus einheimischem Massivholz machen will, das nicht nur so aussieht, sondern auch wirklich massiv ist, sind wir die richtige Adresse.» Zu all diesen Schreinerarbeiten kommen die Konstruktionen aus der Zimmerei für Dachstühle, Holzhäuser und Riegelhäuser dazu.
Erfahrung mit Umbau und Sanierung
Seine grosse Stärke spielt das Team der Echtholz GmbH bei Sanierungen und Umbauten aus. «Zu uns kommt man am besten, wenn man ein älteres Haus hat, das man modernisieren oder im alten Stil auffrischen will», sagt Mathias Rufer. «Wir arbeiten viel in denkmalgeschützten Häusern, haben auch mehrere Mitarbeiter, welche eine spezielle Ausbildung für das Handwerk in der Denkmalpflege haben.»
Nebst dem Fachlichen macht auch die Herangehensweise die Qualität der Echtholz-Arbeit bei Altbauten aus. «Unsere Kundinnen und Kunden stehen immer im Zentrum», sagt Mathias Rufer. «Am Anfang ist die Idee, aber im Prozess schaut man, was beibehalten werden soll und was nicht – welche Arbeiten welche Auswirkungen haben. Man weiss immer, wo man steht und wo es hin gehen soll. Das ist bei Altbausanierungen sehr wertvoll.»
Bei der Arbeit in Altbauten ist Erfahrung das A und O. Diese bringen die beiden Zimmermänner mit jeweils über 15 Jahren Berufserfahrung mit. «Bei Umbauten in alten Gebäuden ist nicht alles vorhersehbar. Da erlebt man im Verlauf der Arbeiten immer Überraschungen – und da ist uns Flexibilität und Transparenz sehr wichtig», sagt Oliver Kessler.
pd