Rückschlag in Sirnach
Blutleerer Auftritt, ernüchternder Dämpfer: Der FCF spielt in Sirnach 1:1-unentschieden.
Beim Tabellenschlusslicht kam der FC Frauenfeld nicht über ein 1:1 hinaus. Bild: Markus Bauer
Blutleerer Auftritt, ernüchternder Dämpfer: Der FCF spielt in Sirnach 1:1-unentschieden.
Frauenfeld Nach 60 gespielten Minuten wird von neutralen Betrachtenden bilanziert: «Das Ganze hier hat Testspielcharakter.» Der Partie in Sirnach fehlen jegliche Emotionen, das Niveau lässt zu wünschen übrig. Nicht nur die «Beiz» öffnet auf dem Sportplatz Kett erst eine Viertelstunde nach Spielbeginn, ebenso lange braucht der FCF, um ins Spiel zu finden. Wobei «ins Spiel finden» nicht bedeutet, wirklich zu überzeugen. Aber wenigstens beginnt Frauenfeld, Ansätze vermuten zu lassen, dieses Spiel gewinnen zu wollen und der Favoritenrolle im Duell zwischen dem Ersten und dem Letzten gerecht zu werden.
Obwohl der FCF daraufhin mehrere gute Möglichkeiten auslässt, ist das Geleistete vor allem eines: deutlich zu wenig. Das 0:0 zur Pause steht für einen völlig blutleeren Frauenfelder Auftritt. Gegen den Ball hat der FCF auch nach dem Seitenwechsel so gut wie nichts zu tun, Sirnach nimmt sich weitestgehend selbst aus dem Spiel. Doch passend zum Gebotenen ist es Frauenfeld, das dem Gegner in der 71. Minute mit einem Freistoss dennoch eine Chance offeriert.
Und es kommt knüppeldick für den FCF: Der tückische Schuss landet im Netz, das punktelose Schlusslicht geht gegen den masslos enttäuschenden Leader tatsächlich in Front. Es ist die deftige Quittung für den uninspirierten Frauenfelder Auftritt, der an der eigenen Mentalität zweifeln lässt. Immerhin köpfelt Lopes den FCF vier Minuten später zum 1:1. Jubeln kann die Vintem-Equipe darüber kaum. Auch in der Folge stellt sich Frauenfeld trotz erhöhter Schlagzahl ungeschickt an. Die Chancen auf den zweiten Treffer bieten sich, doch die letzte Überzeugung fehlt, Pfosten und Latte stehen zudem im Weg.
Sirnach feiert mit dem 1:1-Remis den ersten Punktgewinn in dieser Saison. Frauenfeld verpasst auf blamable Art und Weise in der Rückrunde erstmals den Sieg. Es ist ein Weckruf, dass eben nicht alles von selbst funktioniert. Und dass im Fussball alles möglich ist. Absurd an der Geschichte: Weil die erstarkte zweite Mannschaft Rapperswils gegen den Zweitplatzierten Uzwil II 4:3 gewinnt, baut Frauenfeld mit dem Unentschieden die Tabellenführung auf zehn Punkte aus. Verdient ist das an diesem Sonntagnachmittag nicht.
red
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