HC Thurgau blickt auf die Saison zurück
Zwei Wochen sind seit dem Saisonout im Playoff-Viertelfinal gegen den EHC Olten vergangen und der HC Thurgau hat eine erste Analyse der abgelaufenen Saison getätigt.
Zwei Wochen sind seit dem Saisonout im Playoff-Viertelfinal gegen den EHC Olten vergangen und der HC Thurgau hat eine erste Analyse der abgelaufenen Saison getätigt.
Eishockey Der HC Thurgau konnte im Herbst mit 12 Erfolgen in Serie einen Clubrekord egalisieren. Ebenso zierten die Thurgauer über Wochen die Tabellenspitze der Sky Swiss League und konnten den starken zweiten Rang bis zum Ende der Regular Season behaupten. Das Team begeisterte dabei gerade in der heimischen Güttingersreuti mit 80% gewonnenen Spielen das Publikum und liess den Kanton Thurgau von Grösserem träumen. Ebenso zog das Team zum ersten Mal in der Clubgeschichte in den National Cup-Halbfinal ein.
Als es dann im National Cup, wie auch der Meisterschaft in die entscheidende Phase ging, konnte nicht mehr an die Leistungen angeknüpft werden. Der Cup-Halbfinal in Sierre ging verloren und auch in der Playoff-Viertelfinalserie gegen den EHC Olten fanden die Thurgauer keinen Weg, den Gegner in die Knie zu zwingen. Die Enttäuschung nach diesem abrupten Ende einer grundsätzlich starken Saison ist gross und hat eine erste sportliche Analyse nach sich gezogen. Ziel davon ist, die positiven Erkenntnisse mitzunehmen und Anpassungen vorzunehmen, wo Defizite identifiziert werden.
Sportchef Patrick Brändli in Zusammenarbeit mit dem Coaching-Staff, der Geschäftsleitung und dem Verwaltungsrat haben folgende Punkte herausgehoben.
Das Team war im Oktober/November in einem richtiggehenden Flow, wie er im Sport immer wieder vorkommt und den man selbst nicht vollends erklären kann. Es ist menschlich, dass man diese Position behaupten will – mit allen Mitteln. In dieser Zeit lag der Fokus unterbewusst auf kurzfristigen Zielen. Dies beeinträchtigte retrospektiv die langfristige Entwicklung über die gesamte Saison. Die Trainingsstruktur über eine ganze Saison hinweg konsequent zu planen und umzusetzen, ist ein Learning. Ziel ist, das Team in der kommenden Saison explizit für die entscheidende Phase in den Playoffs so gut wie möglich vorbereitet zu wissen.
Mit der Einbindung diverser B-Lizenzspieler von National League Teams konnten während der Regular Season Spiele und Punkte gewonnen werden. Retrospektiv hatten diese personellen Entscheide teilweise auch Auswirkungen auf das Teamgefüge und die individuelle Entwicklung von Spielern. Die Strategie mit B-Lizenzspielern soll auch in Zukunft weiterverfolgt werden und ist mittlerweile fester Bestandteil des Hockey-Business’. Der Fokus soll dabei aber auf langfristigere Leihen und die individuelle Spielerentwicklung in Zusammenarbeit mit den Partnerteams gelegt werden, ohne die Schnelllebigkeit in diesem Geschäft unberücksichtigt zu lassen.
Dank der starken und teils begeisternden Leistungen des Teams in der Regular Season blickt der HC Thurgau auf der kommerziellen Seite auf eine erfolgreiche Saison zurück. Der Zuschauerschnitt konnte in der Regular Season auf 1804 angehoben werden und ist damit so hoch, wie seit den erfolgreichen 90er Jahre nicht mehr.
Ebenso konnte die Inbetriebnahme des neu erstellten «Leuenfelsen» inklusive dem LED-Band als grosser Erfolg verbucht werden. Die Zusatztribüne erweitert das Hospitality-Angebot und stellt ein hochwertiges Tool dar, um bestehende Partner und Sponsoren zu betreuen, wie auch Neue vom Produkt HCT zu überzeugen. Die Bespielung des LED-Bandes stärkt das Eventerlebnis und das Zugehörigkeitsgefühl zu unserem HC Thurgau – für Spieler, Fans und Sponsoren gleichermassen.
Cédric Hächler wird seine Karriere nach dieser Saison beenden. Hächler hat die letzten zwei Saisons 95 Spiele für den HC Thurgau absolviert und der HCT-Defensive Stabilität verliehen. Hächler schaut auf eine erfolgreiche Karriere mit 364 Spielen in der National League und 376 in der Swiss League zurück. Wir gratulieren Cédric Hächler ganz herzlich zu seiner Karriere und wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute. Nicht verlängert wird auch der Vertrag mit Mikael Slehofer, welcher das Team nach einer Saison wieder verlassen wird.
Die Kaderplanung ist mit den vielen bereits kommunizierten Vertragsverlängerungen auf gutem Weg, jedoch aktuell weiterhin in vollem Gange. Mit weiteren Entscheiden für die kommende Saison darf in den nächsten Wochen gerechnet werden.
red
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