Feierlaune bei Aufsteiger Frauenfeld – trotz Niederlage
Der FC Frauenfeld feiert auf der Kleinen Allmend den Aufstieg. Dass er 2:4 gegen Rapperswil-Jona II verliert, verkommt schnell zur Nebensache.
Der FC Frauenfeld feiert seinen Aufstieg in die 2. Liga interregional. Bild: Markus Bauer
Der FC Frauenfeld feiert auf der Kleinen Allmend den Aufstieg. Dass er 2:4 gegen Rapperswil-Jona II verliert, verkommt schnell zur Nebensache.
Fussball Als am Donnerstagabend in Romanshorn der 1:0-Heimsieg gegen Uzwil II feststeht, wird andernorts noch viel kräftiger gejubelt: Der direkte Wiederaufstieg des FC Frauenfeld in die 2. Liga interregional ist damit Tatsache – mit noch vier zu absolvierenden Partien. Die erste davon steht am Samstag an, mit Rapperswil-Jona II ist der Drittplatzierte zu Gast, der in der Rückrunde stark aufspielt. Im Zuge dieser Affiche kommt natürlich die Erinnerung an den FC Thun auf, der in der Super League frühzeitig als Sensationsmeister feststand und dann vor den Feierlichkeiten von Kantonsrivale YB mit 8:3 überfahren wurde.
Doch viele Parallelen lassen sich zwischen dem FCF und Thun nicht ziehen, nicht nur wegen des deutlichen Klassenunterschieds. Erstens ist die Frauenfelder Meisterschaft bei weitem nicht so überraschend, sondern angesichts der bestechenden Saison und der überwiegenden Qualität zwingend und verdient. Ausserdem ist bei den Thurgauern die Luft noch nicht draussen. Zwar verliert Frauenfeld gegen Rapperswil-Jona II 2:4, der Spielverlauf dokumentiert aber, dass der FCF dieses Spiel gewinnen könnte, ja, eigentlich fast schon müsste.
In der 62. Minute markiert Kälin via sehenswertem Seitfallzieher den 2:2-Ausgleich, ein angemessenes Verdikt für die bis dahin ausgeglichene Partie, in der Galati den ersten FCF-Treffer erzielte. In der letzten halben Stunde folgt dann die Sturm-und-Drang-Phase des Spiels: Zwei Minuten nach Kälins Tor verhindert der Rapperswiler Torhüter gleich zweifach bravourös den Frauenfelder Doppelschlag. Praktisch im Gegenzug rettet FCF-Goalie Steiner mindestens ebenso stark gegen einen spektakulären Fallrückzieher. In der Folge ist es der FCF, der dieses Spiel auf seine Seite zu kippen scheint. Die Frauenfelder lassen Möglichkeit um Möglichkeit auf das 3:2 liegen, betreiben Chancenwucher. Und sie haben dann Pech mit dem Schiedsrichter: Für eine ähnliche Szene, bei der auf der Gegenseite die Pfeife des Unparteiischen stumm blieb, erhält Rapperswil-Jona eine Minute vor Schluss einen Elfmeter zugesprochen. Diesen nutzen die Gäste zur Führung, Diaz muss zudem mit Gelb-Rot vom Feld. Frauenfeld wirft alles nach vorne, wodurch «Rappi» zum 4:2 ins Tor trifft, das der für einen Corner mitaufgerückte Steiner leer liess.
Der Feierlaune tut dies auf der Kleinen Allmend aber keinen Abbruch. Nach Schlusspfiff ertönt «We are the champions» aus den Lautsprechern, Spieler und Staff feiern sich ein erstes Mal für den hochverdienten Aufstieg. Dank der vorzeitigen Meisterschaft wird es nicht die letzte Party gewesen sein. Fussball wird aber natürlich auch noch gespielt: Am kommenden Samstag geht es für den FCF nach Steinach.
red
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