Die Innenverteidiger richten es für den FCF
Dank zweier Tore durch aufgerückte Abwehrspieler: Der FC Frauenfeld erkämpft sich beim FC Henau einen 2:1-Sieg.
Der FC Frauenfeld feiert einen knappen Auswärtserfolg. Bild: Markus Bauer
Dank zweier Tore durch aufgerückte Abwehrspieler: Der FC Frauenfeld erkämpft sich beim FC Henau einen 2:1-Sieg.
Fussball 80 Minuten sind gespielt, als FCF-Verteidiger Fabian Kreis die Arme in die Höhe reisst. Seine Teamkollegen stürmen auf ihn zu, die Erleichterung über das Tor zum 2:1 ist ihnen ins Gesicht geschrieben. Denn wenige Minuten zuvor blieb den Frauenfeldern der Führungstreffer verwehrt, der Schiedsrichter hatte beim vermeintlichen Torschützen Elvis Musaj ein Handspiel gesehen. Das spielt daraufhin keine Rolle mehr, weil Kreis einen der zahlreichen Frauenfelder Standards verwertet.
Sie sind es, die an diesem Abend eine harzige Partie entscheiden: Sechs Minuten vor der Pause fällt bereits das erste Frauenfelder Tor nach einem Corner. Mit Lorenzo Galati köpfelt der andere FCF-Innenverteidiger den Ball wuchtig zum zwischenzeitlichen 1:0 in die Maschen. Frauenfeld gelingt es überwiegend nur über ruhende Bälle, für Alarm im Henauer Strafraum zu sorgen. Die Gastgeber stehen kompakt, lassen die Frauenfelder aufbauen, aber eben nicht in die Gefahrenzone eindringen. Und wenn Henau den Ball einmal erobert, schaltet es blitzschnell um.
Das Gebotene passt zum Personal, das auf dem Platz steht. Der FCF verfügt über mehrere grossgewachsene Spieler und nutzt dies bei beiden Toren aus. Dafür haben die Henauer Geschwindigkeitsvorteile, die im Konterspiel zu tragen kommen. Der FCF hat immer wieder Mühe mit dem Umschaltspiel des Gegners, sodass Torhüter Boris Steiner mehrmals eingreifen muss. Das 1:1 – zu dem Henau ebenfalls nach einem Ballgewinn kommt – kann in der 45. Minute aber auch er nicht verhindern. Doch zu mehr als einem Tor kommen die Hausherren nicht. Das 2:1 rettet der FCF über die Zeit – trotz der Ampelkarte gegen Janis Studer in der 89. Minute. Es sind drei hart erkämpfte Punkte in einem schwierigen Auswärtsspiel.
Denn mit dem Sportplatz Rüti verband Frauenfeld bis dahin nur ungute Erinnerungen: Ende September musste der FCF an dieser Stelle beim 2:2 gegen Uzwil II einen der bisher erst drei Punktverluste hinnehmen. Und zehn Tage später schied er in Henau im Cup aus. So begleicht der FCF die offene Rechnung mit einem Sieg in der Meisterschaft – und festigt damit die Tabellenführung. Am kommenden Samstag ist das zweitplatzierte Uzwil II zu Gast, wenn für Frauenfeld ein nächster entscheidender Schritt in Richtung Aufstieg möglich ist.
red
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